Vasoldsberg - Unsere Heimatgemeinde

   Der Name kommt erstmals 1252 urkundlich vor.
Ein Ulrich von Vasoldesperge scheint als Besitzer des ursprünglichen Wehrturmes, aus dem das heutige Schloss Vasoldsberg hervorging, auf.

   Vasoldsberg, südöstlich von Graz gelegen, ist vorrangig eine Wohngemeinde.
   Es gibt aber auch einige erfolgreiche Klein- und Mittelbetriebe, gute Gastwirtschaften und schmackhafte Produkte unserer Landwirte. 
   Wer ein bisschen aufpasst, kann einige (gar nicht so versteckte) Sehenswürdigkeiten entdecken. Ein paar davon möchten wir Ihnen im folgenden gemütlichen "Vasoldsberger Roadmovie" gerne vorstellen.

   Die Stationen unserer Fahrt durch die Gemeinde sind:


Gasthaus Reinbacher | Kapelle Wagersbach | Straßenkapelle Breitenhilm | Gebäude im Ortskern Vasoldsbergs | Marktgemeinde Vasoldsberg | Achteckstadl | Schloss Klingenstein | Ziegellüftungen | Sonnenuhren | ZisternePrivathaus Weber | Maisharpfe | Blitzableiter | window - elektrochemisches environment | Kapelle Schelchengraben | Schloss Vasoldsberg | Büchel-Kapelle | Franz Gruber | Herbert Weber | Ofenrohrmusikkapelle | Musikverein Vasoldsberg


   Das Gasthaus Reinbacher
feierte im Jahr 2003 sein 200. Bestandsjahr. Jahreszahlen an der äußeren Ostseite, sowie eine Stuckdecke im Gastraum mit Initialen zeugen davon.
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   Kapelle Wagersbach   
Von der Landstraße abbiegend nach Wagersfeld liegt die 1986 von Architekt Bruno Haas (kostenlos) geplante und vom Kapellenverein unter der Leitung von Hr. J. Perner errichtete Kapelle Wagersbach.
   Sie ist der Ersatz für einen Bildstock gegenüber dem GH Reinbacher, der durch die damalige Straßenverbreiterung abgetragen werden musste.

   Den jetzigen Platz schenkte die Fam. Gnaser der Kapelle, die als Auszeichnung für schöne Architektur den „Viktor v. Geramb-Preis" erhielt. Die Wandbilder im Inneren stammen von Prof. Adolf Osterieder.
Der Bildhauer Franz Donner schuf den geschnitzten Kreuzweg.
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   Die Straßenkapelle Breitenhilm
ist geprägt vom Westturm mit Strebepfeiler im neugotischen Stil. Die Altarbilder stammen vom steirischen "Nazarener" Josef Tunner, gemalt Mitte des 19.Jahrhunderts. Tunner, (1792 Obergraden bei Köflach-1877 Graz) war der qualitätsvollste und einflussreichste nazarenische Künstler der Steiermark.
   Der Altar aus dem 17. Jh. stand bis zur Renovierung 1979 in der Pfarrkirche Hausmannstätten.
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   Das Betriebsgebäude der Fa. Oberberger
Zwar auf den Handel von Kleineisenwaren für Baumärkte spezialisiert, bekommt man auch als Straßenkunde fünf Stück Schrauben 4x40, sofern man Zeit für ein Plauscherl erübrigt.

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   Vasoldsberg - Gebäude im Ortskern
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Altes Gemeindezentrum


Raiffeisenbank


Volksschule
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   Marktgemeinde Vasoldsberg
Am 1.September 2007 wurde Vasoldsberg zur Marktgemeinde erhoben, was mit einem Festakt am 30. 9. gefeiert wurde. Gleichzeitig konnte die offizielle Eröffnung nach Fertigstellung des neuen Gemeindezentrums sowie die Revitalisierung des "Klingensteiner Achteckstadels" vorgenommen werden.
Das Gemeindezentrum wird nun über die ebenfalls neue "Milchstraße" mit dem denkmalgeschützten Gebäude verbunden.

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   Achteckstadl
Der Acht-Eck Stadl, das Wahrzeichen von Vasoldsberg


Der Klingensteiner Achteckstadel einst...


...und heute.

Der Achteckstadel mit der Milchstraße".
   
Weitere Fotos vom Achteckstadl
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   Schloss Klingenstein
Links abzweigend, vor der 2003 gebauten Raiffeisenbank, führt die Schlossstraße hinauf zum Schloss Klingenstein (455m).
   Der um 1650 erbaute zweigeschossige Bau mit lebhafter Außengestaltung und mit auf Säulen gestützten Erkertürmen wird umgeben von einem botanisch interessanten Baumbestand der unter Naturschutz steht. 
   Chronik:
Aus dem Bauernhof der Chlingsteiner entsteht im 17.Jh. der Adelssitz der Fam. Sartori. Ihr Wappenstein zeigt die Jahreszahl 1778.
Ziegel
   Ziegellüftungen
Bei der Fahrt auf der Landesstraße von Hausmannstätten nach Vasoldsberg sind mir immer wieder die prachtvollen Ziegellüftungen an den älteren Gebäuden aufgefallen. Sie werden teilweise mit großem Aufwand von den Besitzern in Stand gehalten und sind ein schönes Gegenstück zur heutigen Schnelllebigkeit.

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   Sonnenuhren
Eine schöne Besonderheit ist mir an einem der alteingesessenen Bauernhöfe aufgefallen:
   Nach aufwändigen Vorberechnungen installierte Sonnenuhren von Hr. H. Stiegler, hier mit Sommer- u. Winterzeit-Anzeige, an zwei nebeneinander stehenden Gebäuden.

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   Zisterne bei Familie Jausner
Schmiedemeister Jausner zeigt hier gutes, traditionelles Schmiedehandwerk.
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   Privathaus Weber
Dieses Haus soll hier exemplarisch stehen für gediegenes Bauen mit viel Holz.
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   Maisharpfe
Weitere, teils versteckte, Feinheiten unserer Umgebung: eine Maisharpfe. Das war die alte Form der Maislagerung, wird aber teilweise immer noch verwendet.
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   Blitzableiter
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   window - elektrochemisches environment
Auf der Anhöhe nach dem Cafč Franziska fällt eine Art Mauer auf, es handelt sich um ein Kunstwerk, das für mich eine moderne Variante der Ziegellüftungen darstellt.
   Es besteht aus übereinander gestapelten Kupferziegeln. Sie sollen irgendwie Strom erzeugen, der irgendwohin geleitet wird.




Näheres erfahren Sie unter: http://window.mur.at/

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   Kapelle Schelchengraben
Ein Stück weiter geht es rechts nach Schelchengraben zur dortigen Kapelle.
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   Schloss Vasoldsberg
Wieder zur Hauptstraße zurück hinauf Richtung Schemerlhöhe steht das im 13. Jh. als Wehranlage erbaute Schloss Vasoldsberg (464m).
   Nach etlichen Umbauten und oftmaligem Besitzerwechsel diente es unter anderem bis 1987 als Erholungsheim für die "Steyr-Puch AG" Mitarbeiter und ist heute im Privatbesitz.

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   Büchel-Kapelle
Wieder zur Hauptstraße zurück hinauf Richtung Schemerlhöhe. In einer Waldlichtung an der Straße steht die von Jägern für ihre alljährliche  Hubertusmesse geschätzte "Büchel-Kapelle" (462m).
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   Franz Gruber / KMB
Andere Pensionisten legen sich in Mallorca in die Sonne - er nicht.
In völliger Unkenntnis darüber, was ihn erwarten würde ließ er sich dazu überreden, bei der ersten Projektreise nach Zanzibar (1999) für die Katholische Männer Bewegung (KMB) die Aufstellung und Inbetriebnahme einer für Tropenhölzer geeigneten Hobelmaschine zu überwachen. 
   Aus dieser vermeintlichen "Anleitung" wurde ein mehrwöchiger Hilfseinsatz beim Bau eines Schweinestalles mit entsprechenden Nebengebäuden.
   Diesem Aufenthalt folgten zwei weitere, bei denen die Missionsstation einer Totalsanierung unterzogen werden konnte, samt Neueindeckung des gesamten Klosterbereiches, den Bau eines Glockenturmes usw. usw.

   Bisher war Franz Gruber fünf mal in Zanzibar, im Herbst 2004 bricht er zu seinem sechsten Einsatz auf.
   Die Projekte sind im Kloster bzw. Lehrlingsheim der "Schwestern vom Kostbaren Blut" in Mahui, auf der Insel Zanzibar, die zu Tansania gehört. Das Kloster betreibt Schulen, Lehrwerkstätten und weitere gemeinnützige Anlagen.
   Zur Eigenversorgung und auch zum Gelderwerb wurden eine Hühnerzucht, eine Schweinezucht mit Schlachthof und eine Tischlereiwerkstätte eingerichtet.

   Herr Gruber leistete seinen Einsatz unentgeltlich. Die Mittel für die notwendigen Materialien wurden unter Mithilfe der der Katholischen Männerbewegung Steiermark, Caritas Kärnten, der Schwestern von Wernberg und privaten Spenden aufgebracht.
   Mit Ihrer Spende an eine der oben genannten Hilfsorganisationen unterstützen Sie die vielfältige Arbeit des Klosters Machui.
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weber
   Herbert Weber,
Vasoldsbergs Fotografisches Gedächtnis.
   Jahrzehntelang als Gemeindesekretär tätig war der "Fotograf des heimatlichen Alltages": Herbert Weber.
   Unzählige Bilder von Gebäuden, Landschaften, Personen, sowie bei allen möglichen Anlässen schoss der begeisterte Hobbyfotograf und dokumentierte damit die Entwicklung unserer Gemeinde.
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o
   Ofenrohrmusikkapelle:
Beim Entnehmen dieses Foto aus einem ganz zerschlissenen Rahmen fiel ein gefaltetes Blatt heraus.
   Datiert -Wagersbach 1906- kommen im Text "Lied der Ofenrohr-Kappelle" ein "Lotzer", "Wilfling" und andere vor.
   Es wird betont, dass kein Geld verlangt wird.
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mv
   Der "Musikverein Vasoldsberg"
führt die Musiktradition weiter, die ihre Anfänge im Jahr 1916 durch Max und Stefan Weber hat. Über die "Sauschädelmusi", die "Woazmusi" geht es zur "Feuerwehrkapelle", die trotz Umbenennung in "Dollfußkapelle" Mitte der Dreißigerjahre zu existieren aufhört.
   1947 gibt es wieder Kapellmusik-Versuche. Aber erst 1969 ging es mit der Gründung der "Jugendblaskapelle Vasoldsberg" geordnet weiter und lud am 4. Juni 2004, nunmehr in "Musikverein Vasoldsberg" umbenannt, zum 35. Bestandsjubiläum.
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Das war ein kleiner, persönlicher Rundgang durch unsere Gemeinde - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - und wird mit Sicherheit ergänzt.

Haben Sie Fragen oder eigene Vorschläge zum Thema Vasoldsberg, dann würden wir uns über eine Nachricht (per eMail) sehr freuen.


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